Was leistet die Krankentaggeldversicherung in der Schweiz, wenn du arbeitsunfähig bist? In diesem Artikel über die “Krankentaggeldversicherung Schweiz” bieten wir dir einen direkten Einblick in die KTG, erklären deren Bedeutung für dein finanzielles Wohlergehen und zeigen auf, wie sie im Krankheitsfall Unterstützung bietet.
Verstehe die Grundlagen, ohne sich durch unnötigen Text wühlen zu müssen. Mit diesem Ratgeber zur Krankentaggeldversicherung Schweiz (KTG) verstehst du schnell, wie Deckung, Wartefrist und Leistungen zusammenspielen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Die Krankentaggeldversicherung (KTG) ist in der Schweiz freiwillig (KVG oder VVG) und sichert den Lohn bei Krankheit ab.
- Üblich sind 80–100 % Lohnersatz bis ca. 730 (bzw. 720) Tage innerhalb von 900 Tagen je nach Police.
- Während der Wartefrist gilt OR 324a (Lohnfortzahlung nach Dienstalter/Skalen).
- Taggelder sind nicht AHV/IV/EO/ALV-pflichtig → mögliche Beitragslücken prüfen.
- Mutterschaft: Einkommenersatz läuft primär über EO-MSE; KVG-Taggeld kann Maternité kennen (Police prüfen).
Krankentaggeld Schweiz (KTG):
- Freiwillige Lohnersatz-Versicherung bei Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit (wahlweise nach KVG oder VVG).
- Üblich sind 80–100 % Lohnersatz bis ca. 730 Tage innerhalb 900 Tagen (vertraglich geregelt). Während der Wartefrist gilt OR 324a (Lohnfortzahlung nach Dienstalter/Skalen).
- Taggelder sind nicht AHV-pflichtig – mögliche Beitragslücken prüfen.
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Die 20%-Lücke: Warum fast jeder Arbeitnehmer in der Schweiz eine KTG braucht
Das wichtigste Argument für eine Krankentaggeldversicherung in einem Satz:
Wenn du in der Schweiz krank wirst, bekommst du maximal 80 % deines Lohns die restlichen 20 % trägt niemand ausser du selbst.
Anders als in Deutschland gibt es in der Schweiz keine gesetzliche Krankenkasse, die automatisch Krankentaggeld zahlt. Der Arbeitgeber ist zwar zur Lohnfortzahlung verpflichtet (Art. 324a OR) – aber nur für eine begrenzte Zeit und nur bis zu 100 %. Sobald die KTG zahlt, sind es vertraglich meist 80 %.
Bei einem Monatslohn von CHF 6.000 bedeuten 20 % Lohnverzicht im Krankheitsfall: CHF 1.200 pro Monat weniger über mehrere Monate eine erhebliche finanzielle Belastung.
Warum gibt es in der Schweiz eine Krankentaggeldversicherung (Krankentagegeld)?
In Deutschland spricht man vom Krankentagegeld, in der Schweiz vom Krankentaggeld gemeint ist dasselbe: die Lohnersatzleistung bei krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit. Der entscheidende Unterschied: In der Schweiz gibt es keine gesetzliche Krankenversicherung die automatisch Krankentaggeld zahlt.
Stattdessen greift zunächst die gesetzliche Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers nach Art. 324a OR. Wie lange der Arbeitgeber zahlen muss, hängt von der Betriebszugehörigkeit ab und folgt einer der drei gängigen Skalen:
| Betriebszugehörigkeit | Berner Skala | Zürcher Skala | Basler Skala |
|---|---|---|---|
| 1. Jahr (Probezeit vorbei) | 3 Wochen | 3 Wochen | 1 Monat |
| 2. Jahr | 1 Monat | 2 Monate | 2 Monate |
| 3.–4. Jahr | 2 Monate | 3 Monate | 3 Monate |
| 5.–9. Jahr | 3 Monate | 3 Monate | 4 Monate |
| 10.–14. Jahr | 4 Monate | 4 Monate | 5 Monate |
| ab 20. Jahr | 6 Monate | 5 Monate | 6 Monate |
Ein Arbeitgeber der keinen KTG-Vertrag abschliesst, muss bei einem Mitarbeiter mit 20 Jahren Betriebszugehörigkeit im Krankheitsfall bis zu 6 Monate Lohn aus eigener Tasche zahlen. Das ist der Hauptgrund warum fast alle Schweizer Arbeitgeber eine Krankentaggeldversicherung abschliessen sie übertragen dieses finanzielle Risiko auf eine Versicherung.
Krankentaggeld Schweiz vs. Deutschland: Der direkte Vergleich
Wer aus Deutschland in die Schweiz zieht, kennt das System aus der Heimat: Bei Krankheit zahlt die gesetzliche Krankenkasse (GKV) ab dem 43. Tag Krankengeld. In der Schweiz funktioniert das grundlegend anders.
| Merkmal | Deutschland 🇩🇪 (GKV) | Schweiz 🇨🇭 (KTG) |
|---|---|---|
| Wer zahlt bei Krankheit? | Zuerst Arbeitgeber (6 Wochen), dann GKV | Zuerst Arbeitgeber (OR 324a), dann KTG-Versicherung |
| Ab wann zahlt die Versicherung? | Ab Tag 43 (nach 6 Wochen AG-Fortzahlung) | Nach Wartefrist (typisch 14–30 Tage, je nach Police) |
| Höhe der Leistung | 70 % des Bruttolohns (max. 90 % Netto) | 80–100 % des versicherten Lohns (vertraglich) |
| Maximale Bezugsdauer | 78 Wochen innerhalb von 3 Jahren | 730 Tage innerhalb 900 Tagen (VVG) |
| Gesetzlich geregelt? | Ja – automatisch über GKV | Nein – KTG ist freiwillig, aber üblich |
| Wer versichert dich? | Automatisch deine Krankenkasse | Dein Arbeitgeber (Kollektivvertrag) oder du selbst |
| Kosten für Arbeitnehmer | Im GKV-Beitrag enthalten | Ca. CHF 67–83/Monat (50/50-Aufteilung bei CHF 80k) |
Hinweis: In der Schweiz bist du nicht automatisch durch eine staatliche Stelle abgesichert – aber gut versicherte Arbeitnehmer erhalten oft mehr als in Deutschland (bis zu 100 % statt 70 % Brutto), solange der Arbeitgeber einen guten KTG-Vertrag abgeschlossen hat.
KVG vs. VVG: Welche Krankentaggeldversicherung gilt für dich?
In der Schweiz gibt es zwei grundlegend verschiedene gesetzliche Grundlagen für die Krankentaggeldversicherung. Welche auf dich zutrifft, entscheidet dein Arbeitgeber beim Abschluss des Kollektivvertrags:
| Merkmal | KVG-Taggeld | VVG-Taggeld |
|---|---|---|
| Gesetzliche Grundlage | Krankenversicherungsgesetz (KVG) | Versicherungsvertragsgesetz (VVG) |
| Max. Leistungsdauer | 720 Taggelder innerhalb von 900 aufeinanderfolgenden Tagen | 730 Taggelder pro Leistungsfall (ohne Zeitfenster) |
| Leistungshöhe | Gesetzlich min. 80 % des Lohns | Vertraglich frei wählbar (oft 80–100 %) |
| Wartefrist | Max. 3 Tage (gesetzlich) | Frei wählbar (0–90 Tage) |
| Übertritt in Einzelversicherung | Möglich, mit Frist | Innert 30 Tagen, ohne Gesundheitsprüfung |
| Kündigung durch Arbeitgeber | Eingeschränkt | Freier, aber AN-Schutz besteht |
| Verbreitung | Häufig in Kantonen und Gemeinden (öffentlicher Sektor) | Häufig in der Privatwirtschaft |
Praktisch wichtig: Beim VVG sind die 730 Taggelder pro Krankheitsfall und nicht an ein Zeitfenster gebunden. Das bedeutet: Wer chronisch krank ist und mehrfach krankgeschrieben wird, ist beim VVG länger geschützt als beim KVG.
Was kostet eine Krankentaggeldversicherung konkret?
Die Prämie hängt von Lohnhöhe, Wartefrist, Deckungssatz und Branche ab. Ein konkretes Beispiel für einen Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft:
| Position | Betrag |
|---|---|
| Jahresgehalt (Beispiel) | CHF 80’000 |
| Typische Jahresprämie (KTG-Kollektivvertrag) | CHF 1’600–2’000 |
| Anteil Arbeitgeber (50 %) | CHF 800–1’000 / Jahr |
| Anteil Arbeitnehmer (50 %) | CHF 800–1’000 / Jahr |
| Abzug vom Monatslohn (Arbeitnehmer) | ca. CHF 67–83 / Monat |
Hinweise:
- Die Prämienteilung 50/50 ist gesetzlicher Standard bei kollektiven KVG-Verträgen. Bei VVG-Verträgen kann der Arbeitgeber auch 100 % übernehmen.
- Eine längere Wartefrist (z. B. 30 oder 60 Tage statt 3 Tage) senkt die Prämie deutlich – deckt dann aber nur längere Krankheiten ab.
- Für Selbstständige: Individuelle KTG-Prämien starten ab ca. CHF 300/Jahr für kurze Wartefristen und steigen je nach Deckungssumme stark an.
Was ist eine Krankentaggeldversicherung Schweiz (KTG)
Die Krankentaggeldversicherung ist eine freiwillige Lohnersatz-Police für Zeiten der Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit. Sie ergänzt die gesetzliche Lohnfortzahlung nach OR 324a und schützt Arbeitnehmende wie Arbeitgeber vor längeren Ausfällen. (Hinweis: Mutterschaft wird primär über EO-MSE entschädigt; KVG-Taggeld kann ergänzende Leistungen vorsehen Police prüfen.) Hier kommt die Krankentaggeldversicherung ins Spiel.
Obwohl die Krankentaggeldversicherung in der Schweiz nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, wird sie dringend empfohlen. Sie ist wie eine finanzielle Sicherheitsdecke, die dich in Zeiten von Krankheit schützt und sicherstellt, dass du weiterhin ein Einkommen hast, auch wenn du nicht in der Lage bist zu arbeiten.
Schnell-Check:
Krankentaggeld Schweiz in 60 Sekunden
- Pflicht? Nein, freiwillig (KVG oder VVG).
- Wofür? Einkommensschutz bei Krankheit (Unfall i. d. R. via UVG; KTG optional je Police).
- Leistung? meist 80–100 % vom versicherten Lohn, bis ca. 730/720 Tage in 900 Tagen.
- Wartefrist: typisch 14–180 Tage (→ kürzer = höhere Prämie).
- Prämien: oft 50/50 Arbeitgeber/Arbeitnehmende (vertraglich/GAV).
- Sozialabgaben: KTG-Taggelder nicht AHV/IV/EO/ALV-pflichtig → Beitragslücken im Blick behalten.
Krankentaggeldversicherung Schweiz obligatorisch?
Die KTG ist nicht obligatorisch, wird aber dringend empfohlen, weil sie Einkommensausfälle bei Krankheit abfedert. Viele Arbeitgeber lösen die Lohnfortzahlung über eine KTG – das reduziert ihr Risiko.
Die Rolle des Arbeitgebers bei der KTG
In der Schweiz sind Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, im Falle einer Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit den Lohn ihrer Mitarbeiter fortzuzahlen. Dies kann jedoch mit erheblichen finanziellen Lasten verbunden sein, insbesondere wenn es keine Krankentaggeldversicherung gibt, die diese Kosten deckt.
Der Abschluss einer Krankentaggeldversicherung kann diese finanzielle Last erheblich reduzieren. Sie deckt mindestens 80% des Lohns ab und kann so die Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers aufheben. Dadurch bietet die KTG einen finanziellen Schutz und ist somit für Unternehmen in der Schweiz sehr empfehlenswert.
Krankentaggeldversicherung Schweiz wer zahlt: Üblich ist, dass Arbeitgeber und Mitarbeitende die Prämien teilen (z. B. 50/50), wenn 80 % Lohnersatz versichert sind.
Gut zu wissen – Gesetzliche Lohnfortzahlung (Art. 324a OR)
Gemäss Art. 324a OR (Schweizer Obligationenrecht) ist dein Arbeitgeber verpflichtet, den Lohn für eine gewisse Zeit weiterzuzahlen, wenn du ohne eigenes Verschulden arbeitsunfähig bist zum Beispiel wegen Krankheit. Im ersten Dienstjahr sind das mindestens drei Wochen; danach richtet sich die Dauer nach kantonalen Skalen (z. B. Berner, Basler oder Zürcher Skala).
Diese Regelung bietet eine zeitlich begrenzte Grundsicherung, ersetzt aber keine Krankentaggeldversicherung bei längerer Arbeitsunfähigkeit.
Krankenversicherung Schweiz
Leistungen & Dauer
Je nach Vertrag/Pfllichtheft (KVG/VVG) zahlt die KTG pro rata entsprechend dem ärztlich attestierten Arbeitsunfähigkeitsgrad.
In der Praxis werden 80–100 % des versicherten Lohnes vereinbart. Die Leistungsdauer beträgt üblicherweise bis zu ca. 730 Tage innerhalb 900 Tagen (KVG-Taggeld: häufig 720/900).
Hinweis Unfall: Unfälle sind in der Regel via UVG gedeckt; eine KTG kann Unfall-Taggeld optional mitversichern – bitte Police prüfen.
Mutterschaft: Der gesetzliche Einkommenersatz erfolgt über die EO‑Mutterschaftsentschädigung (i. d. R. 80 % bis zum Taggeld-Plafond). KVG-Taggeld kann Maternité-Leistungen kennen, massgeblich bleibt aber die EO. Prüfe die Police bzw. Koordination.
Prämienberechnung und Kostenbeteiligung
Die Prämienhöhe der Krankentaggeldversicherung hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem versicherten Lohn, der gewählten Leistungsdauer und der Wartefrist. Sie basiert auf dem AHV-gemeldeten Lohn, einschliesslich des 13. Monatslohnes und der Zulagen. Damit bekommst du eine realistische Orientierung zu Krankentaggeldversicherung Schweiz kosten – transparent und vergleichbar.
In der Praxis werden die Kosten der Krankentaggeldversicherung oft zur Hälfte zwischen Arbeitgeber und Mitarbeitenden aufgeteilt. Der Arbeitgeber kann bis zu 50% der Prämienkosten auf die Arbeitnehmer übertragen, sofern diese ein Taggeld von mindestens 80% des Lohns versichert haben. Dies stellt sicher, dass beide Parteien an den Kosten beteiligt sind und von der finanziellen Sicherheit profitieren, die die KTG bietet.
Wichtig: KTG-Taggelder sind nicht AHV/IV/EO/ALV-pflichtig. Bei längeren Taggeld-Phasen können Beitragslücken entstehen – Ausgleichskasse informieren/prüfen.
- Versicherungen Schweiz
Prämienverbilligung Schweiz 2026:
Sparen bei der Krankenversicherung
Wartefrist & Lohnfortzahlung nach OR 324a
Wartefrist (z. B. 30/90/180 Tage) = Zeitraum bis KTG zahlt. Während dieser Zeit gilt OR 324a: Lohnfortzahlung grundsätzlich 100 %, Dauer je Dienstalter gemäss Berner/Basler/Zürcher Skala. Abweichungen (z. B. 80 %) sind nur zulässig, wenn sie arbeits-/gesamtarbeitsvertraglich vereinbart und durch eine KTG abgedeckt sind. Nach Ablauf der Wartefrist leistet die KTG gemäss Police (meist 80 % bis ca. 730/720 Tage).
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Wir sind bekannt aus
Abschluss einer Krankentaggeld-Versicherung
Eine Krankentaggeldversicherung in der Schweiz kann basierend auf den Vorschriften des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) oder als privatrechtlicher Vertrag gemäss dem Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag (VVG) abgeschlossen werden. Dies gibt dir die Möglichkeit, die für dich passende Versicherung zu wählen.
Bei Abschluss einer Krankentaggeldversicherung kann der Versicherer eine wahrheitsgetreue Gesundheitsdeklaration verlangen. Es ist wichtig, diese Deklaration sorgfältig und ehrlich auszufüllen, da eine Nichtangabe oder Falschdeklaration zu einem Verlust des Versicherungsschutzes führen kann.
Umgang mit Arbeitsunfähigkeit ohne KTG
Selbstständige und Freiberufler, die keine Krankentaggeldversicherung haben, stehen bei Krankheit ohne Einkommen da. Dies kann schnell zu finanzieller Not führen, da die fortlaufenden Kosten trotz Einkommensausfall weiterbestehen.
Für Selbstständige und Freiberufler ist das Fehlen einer Krankentaggeldversicherung besonders riskant, da sie im Krankheitsfall keine finanzielle Unterstützung von einer gesetzlichen Krankenkasse oder einem Arbeitgeber erhalten. Daher ist es für diese Gruppe besonders wichtig, sich durch eine KTG abzusichern.
Zusatzoptionen und individuelle Anpassungen
Die Krankentaggeldversicherung bietet verschiedene Zusatzoptionen und individuelle Anpassungen, um den spezifischen Anforderungen und Risiken der Mitarbeitenden im Arbeitsverhältnis gerecht zu werden. So können beispielsweise die Taggeldleistungen auch nach Auflösung des Arbeitsverhältnisses bis zum Ablauf von 730 Tagen fortgeführt werden.
Zudem können Versicherungen in der Schweiz die Option bieten, die Krankentaggeldleistungen periodisch ohne Gesundheitsprüfung zu erhöhen, sofern bestimmte Kriterien erfüllt sind. Darüber hinaus können Arbeitgeber zusätzlich zur gesetzlichen Vaterschaftsversicherung auch einen Vaterschaftsurlaub versichern. Werdende Mütter können in der Krankentaggeldversicherung Zusatzleistungen in Form von Geburtengeld erhalten.
Krankentaggeld Schweiz – zentrale Parameter
| Kriterium | Üblich/Variante | Hinweis |
|---|---|---|
| Rechtsgrundlage | KVG (freiwillig) oder VVG | Praxis meist VVG-Verträge |
| Leistungsdauer | ca. 730 Tage in 900 Tagen | KVG-Taggeld oft 720/900 |
| Leistungshöhe | 80–100 % vom versicherten Lohn | pro rata gemäss AUF-Grad |
| Wartefrist | 14–180 Tage | kürzer = höhere Prämie |
| Prämien | oft AG/AN 50/50 | vertraglich/GAV geregelt |
| Koordination | OR 324a, IV/BVG (Langzeit) | UVG deckt Unfälle |
| Sozialabgaben | KTG-Taggeld nicht AHV-pflichtig | Beitragslücken prüfen |
Beratung und Support durch Versicherungspartner
Versicherungspartner bieten umfassende, kompetente und kundenorientierte Beratungen an, um durch den Tarif- und Angebotsdschungel zu führen. Dies kann besonders hilfreich sein, wenn du dir unsicher bist, welche KTG am besten zu deinen Bedürfnissen passt.
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Vergleich der Krankentaggeld-Versicherung mit anderen Sozialversicherungen
Die Krankentaggeldversicherung, auch als Taggeldversicherung bekannt, unterscheidet sich von anderen Sozialversicherungen wie der Unfallversicherung und der Invalidenversicherung. Während die Unfallversicherung Schutz vor den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen beruflicher und nicht beruflicher Unfälle oder Berufskrankheiten bietet, bietet die KTG einen Versicherungsschutz von bis zu zwei Jahren bei Krankheit oder Unfall.
Private Versicherungsverträge bieten typischerweise Krankentagegeld für 730 Tage pro Krankheitsfall an und eignen sich somit gut zur Koordination mit Invalidenrenten aus der beruflichen Vorsorge (BVG). Dies stellt sicher, dass du auch bei längerer Krankheit finanziell abgesichert bist.
Vorteile einer Krankentaggeld-Versicherung für Mitarbeitende
Die Krankentaggeldversicherung bietet Mitarbeitenden zahlreiche Vorteile. Sie ist darauf ausgerichtet, Schutz und finanzielle Sicherheit bei Krankheit oder Unfall zu bieten. Dies gibt Mitarbeitenden die Sicherheit, dass sie weiterhin ein Einkommen haben, auch wenn sie nicht arbeiten können.
Mit einer KTG haben Mitarbeitende, einschliesslich der Arbeitnehmerin, die Möglichkeit, einen erheblichen Teil ihres Lohns, in der Regel zwischen 80 und 100 Prozent, während der Zeit der Arbeitsunfähigkeit weiterhin zu erhalten. Dies trägt dazu bei, den finanziellen Einfluss von Krankheiten und Unfällen für Mitarbeitende zu mindern und ihnen in Zeiten persönlicher Herausforderungen finanzielle Unterstützung zu bieten.
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Stellenwechsel in der Schweiz: Die 30-Tage-Frist für den Übertritt
Für Einwanderer die in der Schweiz den Arbeitgeber wechseln oder die Stelle verlieren, gibt es eine wichtige Schutzregel:
Wer eine kollektive Krankentaggeldversicherung (VVG) verlässt zum Beispiel durch Kündigung oder Stellenwechsel – hat das Recht, innert 30 Tagen ohne Gesundheitsprüfung in eine individuelle Taggeldversicherung zu wechseln. Das bedeutet:
- Bestehende Vorerkrankungen werden voll mitversichert
- Kein Arztzeugnis oder Gesundheitsfragebogen nötig
- Die Leistungsdauer aus dem Kollektivvertrag wird angerechnet
Warum das für Einwanderer besonders relevant ist: Wer frisch aus Deutschland in die Schweiz kommt und nach einem Jahr den Job wechselt, kann nahtlos in eine Einzelversicherung übertreten – ohne dass eine neue Gesundheitsprüfung die Deckung gefährdet. Die 30-Tage-Frist beginnt ab dem letzten Arbeitstag beim bisherigen Arbeitgeber.
Achtung: Wer diese Frist verpasst, muss sich neu versichern mit vollständiger Gesundheitsprüfung. Bestehende Erkrankungen können dann zu Ausschlüssen oder höheren Prämien führen.
Krankentaggeld für Grenzgänger: Was gilt besonders?
Grenzgänger (Wohnsitz Deutschland, Arbeit Schweiz) unterliegen dem Schweizer Arbeitsrecht und damit auch den Schweizer Regeln bei Krankheit. Das hat eine wichtige Konsequenz:
Ein Grenzgänger bekommt bei Krankheit kein deutsches GKV-Krankengeld ab Tag 43. Da das Arbeitsverhältnis in der Schweiz besteht, ist die Schweizer Regelung (OR 324a + KTG) massgeblich – nicht die deutsche GKV.
- Während der Wartefrist zahlt der Schweizer Arbeitgeber den Lohn gemäss OR 324a (Skala nach Betriebszugehörigkeit).
- Danach greift die KTG des Arbeitgebers – sofern vorhanden und vertraglich gedeckt.
- Die deutsche Krankenkasse (GKV) übernimmt die Krankenbehandlung in Deutschland (über E106/EHIC), zahlt aber kein Krankengeld für Grenzgänger.
Empfehlung für Grenzgänger: Prüfe beim Stellenantritt aktiv, ob dein Schweizer Arbeitgeber einen KTG-Kollektivvertrag hat und welche Wartefrist gilt. Falls nicht – oder falls du selbstständig bist – solltest du eine individuelle KTG abschliessen.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Krankentaggeldversicherung eine wesentliche Rolle bei der finanziellen Absicherung bei Krankheit spielt. Sie bietet sowohl Arbeitgebern als auch Mitarbeitenden zahlreiche Vorteile und trägt dazu bei, die finanziellen Auswirkungen von Krankheit und Unfall zu mindern. Es ist wichtig, eine KTG zu haben, die deinen spezifischen Bedürfnissen und Risiken gerecht wird. Daher empfehlen wir, sich von einem kompetenten Versicherungspartner beraten zu lassen, um die beste Versicherungslösung für dich zu finden.
FAQ - Häufig gestellte Fragen
Ist die Krankentaggeldversicherung in der Schweiz obligatorisch?
Nein, sie ist freiwillig wird aber besonders für Arbeitnehmende und Selbstständige dringend empfohlen, um bei längerer Krankheit den Lohn zu sichern.
