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Mindestlohn Schweiz 2026: Aktuelle Zahlen & Infos für Deutsche

Zuletzt aktualisiert am: 02.02.26
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Der Mindestlohn in der Schweiz ist für viele deutsche Arbeitnehmer ein zentrales Thema – besonders beim Auswandern oder als Grenzgänger. Doch was gilt eigentlich im Jahr 2025? Gibt es eine gesetzliche Untergrenze für Löhne? Und wie unterscheiden sich die Regelungen je nach Kanton?

In diesem Artikel bekommst du einen aktuellen Überblick über:

Das Wichtigste auf einen Blick

  • In der Schweiz gibt es keinen nationalen gesetzlichen Mindestlohn.
    2025 haben fünf Kantone einen gesetzlichen Mindestlohn eingeführt: Genf (24.48 CHF/h), Neuenburg (21.31 CHF/h), Jura (21.40 CHF/h), Basel-Stadt (22.00 CHF/h) und Tessin (20.00–20.50 CHF/h, je nach Branche).
  • In einigen Städten (z. B. Zürich, Winterthur, Luzern) wurden kommunale Mindestlöhne beschlossen in Zürich und Winterthur ist die Umsetzung wegen Gerichtsverfahren derzeit blockiert, in Luzern ist der Start per 01.01.2026 geplant.
  • Viele Gesamtarbeitsverträge (GAV) enthalten zusätzliche, oft höhere Mindestlöhne für bestimmte Branchen.
  • Prüfe immer Kanton, Gemeinde und einen allfälligen GAV, um sicherzugehen, dass dein Lohn über der jeweils gültigen Lohnuntergrenze liegt.

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Gibt es einen Mindestlohn in der Schweiz?

Nein, einen gesetzlichen, nationalen Mindestlohn wie in Deutschland gibt es in der Schweiz nicht. 2014 stimmte die Schweiz über die Volksinitiative «Für den Schutz fairer Löhne (Mindestlohn-Initiative)» ab. Sie verlangte einen Mindestlohn von 22 CHF pro Stunde bzw. 4’000 CHF pro Monat und wurde am 18. Mai 2014 mit 76,3 % Nein-Stimmen deutlich abgelehnt.

Als Hauptargumente gegen einen einheitlichen Mindestlohn nannten Gegner damals die grosse Branchenvielfalt, mögliche negative Effekte für KMU, Gastronomie und ländliche Regionen sowie die starke Tradition der Sozialpartnerschaft.

Gibt es kantonale Mindestlöhne in der Schweiz?

Ja. Mehrere Kantone haben eigene gesetzliche Mindestlöhne eingeführt – mit teilweise deutlich unterschiedlichen Beträgen. 2025 sind dies die Kantone Genf, Neuenburg, Jura, Basel-Stadt und Tessin.

Diese kantonalen Mindestlöhne gelten grundsätzlich für alle Arbeitnehmenden, die mehrheitlich im jeweiligen Kanton arbeiten also auch für Deutsche, andere EU/EFTA-Bürger und Grenzgänger –, sofern nicht ein allgemeinverbindlicher Gesamtarbeitsvertrag (GAV) mit höheren Mindestlöhnen zur Anwendung kommt.

Zusätzlich haben einzelne Städte wie Zürich, Winterthur und Luzern kommunale Mindestlöhne beschlossen. In Zürich und Winterthur ist deren Umsetzung aktuell wegen laufender Gerichtsverfahren blockiert, in Luzern soll der Mindestlohn per 01.01.2026 starten.

Mindestlohn nach Kanton (2025)

Kanton/OrtMindestlohn (CHF/h)Gültigkeit/Notiz
Genf (GE)24.48indexiert seit 01.01.2025
Zürich Stadt23.90kommunaler Mindestlohn
Winterthur23.90kommunaler Mindestlohn
Neuenburg (NE)21.31allg. Mindestlohn
Jura (JU)21.40allg. Mindestlohn
Basel-Stadt (BS)≈21.7–22.0**teilweise nur ohne GAV / sektoriell
Tessin (TI)20.00–20.50nach Sektor (Dekret)

Hinweis: GAVs können höhere Mindestlöhne vorschreiben. Prüfe stets die kantonale/amtliche Seite und deinen GAV.

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Warum gibt es keinen nationalen Mindestlohn in der Schweiz

Die Schweiz hat bewusst auf einen einheitlichen Mindestlohn auf Bundesebene verzichtet. Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Hohe Lohnstruktur: Die Durchschnittsgehälter in der Schweiz zählen zu den höchsten weltweit. Ein nationaler Mindestlohn würde in vielen Branchen kaum zur Anwendung kommen – oder als zu niedrig empfunden werden.
  • Starke Position der Arbeitgeberverbände: Sie beeinflussen die Lohnpolitik und sprechen sich häufig gegen einen Mindestlohn aus – mit Verweis auf die freie Marktwirtschaft und branchenspezifische Lösungen über Gesamtarbeitsverträge.
  • Regionale Unterschiede: Die wirtschaftlichen Bedingungen in Zürich oder Genf unterscheiden sich stark von jenen in ländlichen Kantonen. Ein landesweiter Mindestlohn könnte für KMUs in strukturschwachen Regionen problematisch sein.

Wie wird der Mindestlohn in der Schweiz diskutiert?

Trotz des fehlenden nationalen Mindestlohns ist das Thema in der Schweiz politisch und gesellschaftlich hoch umstritten.

  • Arbeitnehmer: fordern flächendeckende Lohnuntergrenzen, um prekäre Arbeitsbedingungen zu vermeiden und Lohndumping zu verhindern.
  • Arbeitgeber: warnen vor einer Einschränkung der Wettbewerbsfähigkeit und höheren Personalkosten – besonders in Branchen mit niedrigen Margen (z. B. Gastro, Detailhandel).

Zwar wurden in mehreren Kantonen Mindestlöhne eingeführt – ein nationaler Kompromiss ist jedoch weiterhin nicht in Sicht.

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Wie Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände den Mindestlohn beeinflussen

In der Schweiz werden viele Löhne nicht gesetzlich, sondern über Tarifverträge geregelt. Eine zentrale Rolle dabei spielen die Gesamtarbeitsverträge (GAV), die zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden abgeschlossen werden.

Was ist ein GAV?

Ein Gesamtarbeitsvertrag ist eine verbindliche Vereinbarung, die Löhne, Arbeitszeiten, Ferienregelungen und andere Bedingungen für eine bestimmte Branche oder Berufsgruppe festlegt. In vielen Fällen enthalten GAVs branchenspezifische Mindestlöhne – die wie ein „privatrechtlicher Mindestlohn“ wirken.

Wer profitiert vom GAV-Mindestlohn?

  • Industrie & Handwerk: z. B. Mechaniker, Elektriker, Gebäudetechniker
  • Gastronomie: z. B. Servicepersonal, Küchenhilfen
  • Reinigung & Hauswirtschaft: z. B. Reinigungsunternehmen mit GAV

Warum sind GAVs wichtig?

GAVs schaffen klare Lohnuntergrenzen, die auch ohne staatlichen Mindestlohn Schutz vor Ausbeutung bieten. Sie gelten entweder schweizweit oder kantonal – je nach Branche.

Tipp: Bevor du einen Arbeitsvertrag in der Schweiz unterschreibst, prüfe, ob es in deiner Branche einen GAV gibt.

Arbeiten in der Schweiz

Wie Gesamtarbeitsverträge die Lohnuntergrenze beeinflussen

Gesamtarbeitsverträge (GAV) sind zwischen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden abgeschlossene Vereinbarungen, die die Arbeitsbedingungen und Löhne regeln. Sie werden branchenübergreifend in verschiedenen Sektoren angewendet und können die Lohnuntergrenze für Arbeitnehmer beeinflussen. Durch die GAV wird eine gewisse Stabilität und Sicherheit bei den Löhnen gewährleistet.

Gewerkschaften und ArbeitgeberverbändeRolle
GewerkschaftenSie setzen sich für die Interessen der Arbeitnehmer ein und verhandeln Löhne und Arbeitsbedingungen im Rahmen der GAV.
ArbeitgeberverbändeSie vertreten die Interessen der Arbeitgeber und nehmen an den Verhandlungen mit den Gewerkschaften teil.

Statistik Streiktage

Die Statistik der Streiktage gibt Aufschluss darüber, wie zufrieden die Schweizer mit ihren Löhnen sind.

Lebenshaltungskosten in der Schweiz

Auch wenn es in vielen Kantonen Mindestlöhne gibt, ist es entscheidend, diese im Kontext der Lebenshaltungskosten in der Schweiz zu betrachten. Miete, Krankenkassen und Alltagskosten liegen deutlich über dem Niveau in Deutschland. Wer sich also mit dem Thema Lohn auseinandersetzt, sollte sich auch über die realen Ausgaben im Alltag informieren.

Lies hier mehr: Lebenshaltungskosten in der Schweiz – Was dich wirklich erwartet

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Brutto-Netto-Rechner für Schweizer Löhne

Wenn du in der Schweiz arbeiten möchtest, solltest du nicht nur auf den Bruttolohn achten. Durch Abzüge wie Sozialversicherungen, Pensionskasse (BVG), Quellensteuer oder Krankenkassenprämien kann sich dein Nettolohn deutlich unterscheiden. Mit unserem kostenlosen Brutto-Netto-Rechner für die Schweiz kannst du in wenigen Sekunden berechnen, wie viel von deinem Gehalt am Monatsende wirklich übrig bleibt.

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Gerade für Grenzgänger in der Schweiz oder Auswanderer aus Deutschland ist es wichtig, die Netto-Einkommenssituation realistisch einzuschätzen, um finanzielle Entscheidungen fundiert treffen zu können.

Geschlechterunterschiede beim Mindestlohn

Obwohl es in der Schweiz keinen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn gibt, zeigen sich in Branchen mit Mindestlohnregelungen dennoch Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Besonders in tief bezahlten Tätigkeiten (z. B. Reinigung, Verkauf, Pflegeassistenz) arbeiten überdurchschnittlich viele Frauen und damit häufiger in Bereichen, in denen Mindestlöhne überhaupt greifen.

Laut Bundesamt für Statistik (BFS) lag der Medianlohn in der Schweiz 2022 bei rund CHF 6’788 brutto pro Monat (Vollzeit, 13 Monatslöhne). Dabei verdienten Frauen im Schnitt rund 10–12 % weniger als Männer, was teils auf Unterschiede bei Berufswahl, Arbeitspensum und Führungspositionen zurückzuführen ist.

In Berufen mit klar geregelten Gesamtarbeitsverträgen (GAV) kann der Mindestlohn zwar helfen, Lohndiskriminierung zu reduzieren dennoch bleibt die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern ein gesellschaftlich relevantes Thema in der Schweiz.

Siehe auch: Lohn und Gehalt in der Schweiz: Übersicht 2025

Gehalt Schweiz (2026): Was ist „gut“ – und was bleibt netto?

Fazit

Hier ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Informationen zum Mindestlohn in der Schweiz für deutsche Arbeitnehmer:

Es gibt keinen nationalen Mindestlohn in der Schweiz, jedoch existieren kantonale Mindestlöhne in einigen Kantonen. Es ist wichtig für deutsche Arbeitnehmer, die in der Schweiz arbeiten möchten, sich über die geltenden Mindestlöhne in ihrem Kanton zu informieren, um sicherzustellen, dass ihr Lohn die Mindestanforderungen erfüllt.

Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände spielen eine wichtige Rolle bei der Festlegung der Lohnuntergrenze durch Gesamtarbeitsverträge. Sie können Informationen bei den jeweiligen Gewerkschaften oder dem Staatssekretariat für Wirtschaft einholen, um weitere Informationen zu erhalten.

Obwohl es bisher keinen nationalen Mindestlohn in der Schweiz gibt, wird dieses Thema weiterhin diskutiert. Es gibt jedoch noch keine konkreten Pläne für dessen Einführung.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Gibt es einen Mindestlohn für deutsche Arbeitnehmer in der Schweiz?

Nein, es gibt keinen nationalen Mindestlohn. Einige Kantone haben jedoch eigene Mindestlöhne, die auch für Deutsche gelten.

Der kantonale Mindestlohn in Genf beträgt 24 CHF pro Stunde (Stand 2025).

In Kantonen mit gesetzlichem Mindestlohn kannst du dich an die zuständige Behörde oder Gewerkschaft wenden.

Ja. Kantonale Mindestlöhne gelten in der Regel pro Stunde und damit sowohl für Vollzeit- als auch für Teilzeit- und Stundenlohnstellen. Entscheidend ist, in welchem Kanton du überwiegend arbeitest und ob auf dein Arbeitsverhältnis ein Gesamtarbeitsvertrag (GAV) mit eigenen Mindestlöhnen angewendet wird.

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