Ausgangslage in Deutschland
Acht Jahre Berufserfahrung, solide Stelle, netter Chef. Auf dem Papier alles prima.
In der Realität: 2.900 Euro netto, Miete 1.050 Euro, ein Kind, ein Auto. Am Ende des Monats war nicht viel übrig. Und je länger ich darüber nachdachte, desto klarer wurde mir: Das ändert sich nicht von alleine. Nicht in Dortmund, nicht in meinem Betrieb.
Die Überstunden haben mich am meisten genervt. 45-Stunden-Wochen im Sommer, halb vergütet, keine Diskussion. Irgendwann hat meine Frau Julia aufgehört, nachzufragen wie mein Tag war. Sie kannte die Antwort schon.
Warum die Schweiz
Ein ehemaliger Kollege hat 2020 den Wechsel gemacht. Wir haben uns lange nicht gesehen, dann auf einer Geburtstagsfeier in Bochum. Beim zweiten Bier hat er beiläufig gesagt: „Ich verdiene jetzt fast das Doppelte. Und mache weniger Stunden.“
Das hat mich nicht losgelassen.
Ich habe angefangen zu recherchieren Löhne, Lebenshaltungskosten, Bürokratie. Als Anlagenmechaniker in der Schweiz lagen die Gehälter zwischen 5.500 und 7.000 CHF brutto. Klingt gut. Aber ich wusste nicht, wo anfangen. Wohnung, Aufenthaltsbewilligung, Krankenkasse – alles Neuland.
Ich habe Foren gewälzt, Facebook-Gruppen, YouTube-Videos. Dann habe ich mir die ersten Jobs in der Schweiz für Deutsche angeschaut und gemerkt, dass da wirklich etwas dran ist. Nichts Zusammenhängendes fand ich trotzdem. Dann bin ich auf Einwandern Schweiz gestossen. Erstes Telefonat: Ich wartete darauf, dass mir etwas verkauft wird. Stattdessen hat mir jemand eine Stunde lang erklärt, wie es wirklich läuft – ohne Druck. Das war der Moment, wo ich dachte: okay, die machen das ernst.
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Anerkennung & Bewerbungsprozess
Meine erste Frage: Gilt mein deutscher Gesellenbrief in der Schweiz überhaupt?
Kurze Antwort: Ja, ohne Probleme. In der Schweiz heisst der Beruf Sanitärinstallateur oder Haustechnikinstallateur EFZ, aber die Tätigkeiten sind dieselben. Kein Schweizer Arbeitgeber hat meinen Abschluss hinterfragt.
Was Einwandern Schweiz konkret gemacht hat: meinen Lebenslauf umgestellt. Das klingt nach wenig. Ist es nicht. Ein Schweizer CV funktioniert anders – kürzer, kein langes Anschreiben, anderes Format. Mit meinem deutschen Lebenslauf wäre ich gar nicht erst ins Gespräch gekommen.
Drei Wochen nach dem ersten Telefonat hatte ich ein Vorstellungsgespräch in Winterthur. Das lief auf Schweizerdeutsch. Ich habe nicht alles verstanden. Aber der Tipp war gut: einfach freundlich nachfragen, kein Theater drum machen das respektieren die. Hat funktioniert.
Vier Wochen später: unterschriebener Vertrag. 6.400 CHF brutto, plus 13. Monatslohn. Mehr als ich erwartet hatte – das Anlagenmechaniker-Gehalt in der Schweiz ist wirklich ein anderes Kaliber.
Der Umzug nach Winterthur
Den Job hatte ich schnell. Die Wohnung hat uns mehr Nerven gekostet.
Der Schweizer Wohnungsmarkt ist kompetitiv besonders rund um Zürich. Für eine Bewerbung braucht man ein vollständiges Dossier: Lohnausweise, Betreibungsauskunft, manchmal sogar ein Motivationsschreiben für eine Mietwohnung. Als Neueinwanderer hat man das nicht. Keine Schweizer Lohnausweise, keine Schweizer Referenzen.
Einwandern Schweiz hat uns erklärt, wie man das trotzdem hinbekommt: deutscher Schufa-Auskunft statt Betreibungsauskunft, neuer Schweizer Arbeitsvertrag als Einkommensnachweis, persönliches Anschreiben. Und für die ersten zwei Monate haben sie uns eine möblierte Übergangslösung vermittelt. Das hat den Druck rausgenommen – wir mussten nicht die erstbeste Wohnung nehmen.
Nach sechs Wochen hatten wir unsere Wohnung: 3,5 Zimmer, 78 Quadratmeter, Winterthur Töss, 1.890 CHF kalt. Ben – damals 4 – hat im Treppenhaus sofort Kinder gefunden.
Für den Umzug selbst: Als EU-Bürger kann man Hausrat zollfrei einführen, aber nur mit den richtigen Nachweisen. Die Umzug-Schweiz-Checkliste von Einwandern Schweiz hat uns genau gesagt, was wir beim Zoll vorlegen müssen sonst sitzt man mit dem LKW an der Grenze.
Die Anmeldung beim Einwohneramt war schneller als gedacht. Als EU-Bürger bekommt man die B-Bewilligung – Arbeitsvertrag mitbringen, Passfotos, fertig. Wer alle Bewilligungsarten im Überblick haben möchte, findet das auf Einwandern Schweiz.
Auswandern in die Schweiz in 90 Sekunden erklärt.
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Wir sind bekannt aus
Arbeiten als Anlagenmechaniker in Winterthur
Die Arbeit selbst ist ähnlich wie in Deutschland – Installation, Wartung, Heizung, Lüftung, Sanitär. Was sich unterscheidet: die Kultur. Weniger Hierarchie, mehr Eigenverantwortung. Niemand schaut dir über die Schulter. Am Anfang hat mich das verunsichert. Inzwischen möchte ich es nicht mehr anders.
Überstunden: selten. Wenn doch, werden sie bezahlt. Pünktlich, ohne Diskussion.
Zum Thema Quellensteuer: Als Arbeitnehmer ohne C-Bewilligung wird sie direkt vom Lohn abgezogen – bei meinem Gehalt im Kanton Zürich rund 12 Prozent. Günstiger als die deutsche Lohnsteuer. Was viele nicht wissen: Dazu kommen Familienzulagen, die der Arbeitgeber monatlich auszahlt. Im Kanton Zürich mindestens 215 CHF pro Kind. Die Lohnabrechnung in der Schweiz erklärt alle Abzüge im Detail.
Zur Krankenkasse: obligatorisch für alle, keine Ausnahme. Julia und ich zahlen zusammen rund 750 CHF pro Monat für die Grundversicherung. Teurer als in Deutschland – aber die Prämienverbilligung für Kinder holt einiges zurück. Aktuelle Jobs für Anlagenmechaniker in der Schweiz gibt es auf Einwandern Schweiz.
Was mich überrascht hat
Ich hatte erwartet, dass ich mich fremd fühle. Das Gegenteil war der Fall.
Die Züge fahren wirklich pünktlich. Das klingt trivial, ist es aber nicht wenn man jahrelang auf den ICE gewartet hat.
Die Natur macht was mit einem. Am Wochenende sind wir in unter einer Stunde in den Voralpen. Das war neu für uns – in Dortmund war Natur irgendwie immer woanders. Inzwischen gehen wir fast jedes Wochenende raus, mit Ben.
Bens Kindergarten ist besser ausgestattet als der in Dortmund. Wer mit Kindern in die Schweiz auswandert, findet einen guten Leitfaden dazu.
Die Lebenshaltungskosten sind höher das stimmt. Aber am Ende des Monats bleibt mehr übrig als früher. Das ist der Unterschied der zählt.
Fazit
Ja. Richtige Entscheidung.
Mehr Lohn, weniger Stress, mehr Zeit. Ben hat Freunde. Julia hat einen Job gefunden. Wir sparen zum ersten Mal wirklich.
Die zwei Jahre, die ich gezögert habe, ärgern mich. Nicht weil es schwer war, sondern weil es mit der richtigen Unterstützung gar nicht so schwer ist. Einwandern Schweiz hat uns von der Bewerbung bis zur Anmeldung beim Einwohneramt begleitet alles aus einer Hand, alles kostenlos.
Wer als Anlagenmechaniker darüber nachdenkt: macht es. Und zwar jetzt.
