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In Deutschland wohnen und in der Schweiz arbeiten

Zuletzt aktualisiert am: 08.12.25
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Du wohnst in Deutschland und möchtest in der Schweiz arbeiten ohne deinen Wohnsitz aufzugeben? Dann bist du nicht allein. Immer mehr Menschen aus Süddeutschland entscheiden sich dafür, in Deutschland zu leben und in der Schweiz zu arbeiten.

Doch was auf den ersten Blick nach einer idealen Lösung klingt, bringt sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich: vom höheren Gehalt bis zu Pendelzeiten, von der Grenzgängerbewilligung bis zur Steuererklärung in zwei Ländern. In diesem Leitfaden erhältst du alle wichtigen Informationen rund um das Leben in Deutschland und Arbeiten in der Schweiz verständlich, aktuell und praxisnah.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Attraktive Löhne & Lebensqualität: Arbeiten in der Schweiz bedeutet meist deutlich höhere Gehälter – bei gleichzeitigem Leben in Deutschland mit niedrigeren Kosten.
  • Grenzgängerbewilligung notwendig: Wer regelmässig über die Grenze pendelt, benötigt in der Regel die Bewilligung G – abhängig vom Arbeitsvertrag und Wohnsitz.
  • Steuern & Versicherungen doppelt denken: Grenzgänger müssen in Deutschland eine Steuererklärung abgeben, zahlen aber Quellensteuer in der Schweiz. Das Doppelbesteuerungsabkommen sorgt dafür, dass du nicht doppelt belastet wirst – wenn du die Ansässigkeitsbescheinigung korrekt einreichst.

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Der Reiz, in Deutschland zu wohnen und in der Schweiz zu arbeiten

Ein Arbeitsplatz in der Schweiz – und der Wohnsitz in Deutschland: Diese Kombination reizt viele Deutsche. Warum? Ganz klar: Die Löhne in der Schweiz sind oft deutlich höher als in Deutschland, und auch die Arbeitsbedingungen gelten als modern und flexibel. Gleichzeitig können Grenzgänger von den niedrigeren Lebenshaltungskosten und der gewohnten Umgebung in Deutschland profitieren.

Doch dieser Lebensstil hat nicht nur Vorteile. Wer regelmässig über die Grenze pendelt, muss sich auf lange Fahrzeiten, Verkehrsstaus oder hohe ÖPNV-Kosten einstellen. Gerade bei Distanzen über 100 km oder mehr als 90 Minuten pro Strecke kann das zur echten Belastung werden. Trotzdem überwiegen für viele die Vorteile – nicht zuletzt durch die Nähe zur Familie, günstigeres Wohnen und das Gefühl von Heimat.

Voraussetzungen für deinen Jobstart in der Schweiz

Bevor du in der Schweiz durchstartest, musst du einige gesetzliche Voraussetzungen erfüllen. Als deutscher Staatsbürger darfst du dich bis zu 90 Tage zur Arbeitssuche in der Schweiz aufhalten – ganz ohne Bewilligung. Sobald du jedoch eine Stelle annimmst, gelten andere Regeln: Je nach Vertragsdauer und Einsatzort brauchst du eine entsprechende Arbeitsbewilligung.

Die Grenzgängerbewilligung G – Pflicht für Wohnsitz in Deutschland

Wenn du weiterhin in Deutschland wohnst und regelmässig in der Schweiz arbeitest, benötigst du die sogenannte Grenzgängerbewilligung G. Diese wird in der Regel vom Schweizer Arbeitgeber beim zuständigen Migrationsamt beantragt.

  • Gültigkeit: Bis zu 5 Jahre bei unbefristetem Vertrag
  • Befristete Anstellung: Bewilligung gilt für die Dauer des Vertrags
  • Wichtig: Wöchentliche Rückkehr zum Wohnsitz in Deutschland ist Pflicht

Ohne gültige G-Bewilligung ist eine reguläre Beschäftigung in der Schweiz nicht erlaubt. Plane daher frühzeitig, um Verzögerungen bei der Arbeitsaufnahme zu vermeiden.

Arbeitsbewilligung & Meldepflicht – wenn du nur vorübergehend arbeitest

Abhängig von der Dauer und Art deiner Tätigkeit in der Schweiz benötigst du unter Umständen andere Bewilligungen:

  • L-Bewilligung: Kurzaufenthalt bis zu 12 Monaten
  • B-Bewilligung: Bei Aufenthalten über 12 Monate
  • Online-Meldeverfahren: Für Tätigkeiten unter 90 Tagen – Registrierung vor Arbeitsantritt erforderlich

Die Meldepflicht ist gesetzlich vorgeschrieben und muss vor Arbeitsbeginn vollständig erledigt sein – auch bei kurzfristigen Einsätzen.

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Jobsuche als Grenzgänger: Beliebte Berufe in der Schweiz

Viele deutsche Grenzgänger sind in Berufen tätig, die in der Schweiz stark nachgefragt werden. Besonders gesucht sind Fachkräfte in folgenden Bereichen:

Die Schweizer Unternehmen bieten in diesen Sektoren überdurchschnittlich gute Arbeitsbedingungen, moderne Infrastruktur und ein hohes Lohnniveau. Unsere Plattform bietet dir direkten Zugang zu attraktiven Jobs in der Schweiz mit kostenfreier Beratung und Vermittlung.

Altersvorsorge für Arbeitnehmer in der Schweiz mit Wohnsitz in Deutschland

Auch wenn du in Deutschland wohnst, zahlst du als Arbeitnehmer in der Schweiz automatisch in das Schweizer Rentensystem ein. Die Altersvorsorge ist dort in drei Säulen gegliedert – als Grenzgänger bist du von den ersten beiden direkt betroffen.

1. AHV – Die erste Säule der Altersvorsorge

Die AHV (Alters- und Hinterlassenenversicherung) ist die staatliche Grundsicherung im Schweizer Rentensystem. Alle Angestellten in der Schweiz – auch Grenzgänger – sind automatisch beitragspflichtig. Die Beiträge werden zur Hälfte vom Arbeitgeber getragen und direkt vom Lohn abgezogen.

2. Pensionskasse – Die zweite Säule

Zusätzlich zur AHV bist du über deinen Schweizer Arbeitgeber in einer Pensionskasse versichert. Diese berufliche Vorsorge ergänzt die AHV und baut Kapital auf, das du dir bei Rentenbeginn entweder als Einmalbetrag oder als monatliche Rente auszahlen lassen kannst.

Was passiert mit der Rente in Deutschland?

Auch wenn du in Deutschland wohnst, gilt: Alle Leistungen aus AHV und Pensionskasse müssen in Deutschland versteuert werden. Es empfiehlt sich daher, frühzeitig eine steuerliche Beratung in Anspruch zu nehmen – insbesondere, wenn du planst, später wieder in Deutschland zu wohnen und dort deine Rente zu beziehen.

Steuererklärung Grenzgänger Schweiz: Praktische Tipps

In Deutschland wohnen, in der Schweiz arbeiten – was bedeutet das finanziell?

Ein Job in der Schweiz bringt für Arbeitnehmer aus Deutschland oft einen spürbaren Gehaltsvorteil mit sich. In vielen Branchen sind die Bruttolöhne 30 % bis 50 % höher als in vergleichbaren Berufen in Deutschland. Doch: Wer in Deutschland wohnt und in der Schweiz arbeitet, muss sich nicht nur über Löhne, sondern auch über Steuern und Sozialabgaben auf beiden Seiten der Grenze informieren.

Um keine bösen Überraschungen zu erleben, solltest du dich frühzeitig mit dem Doppelbesteuerungsabkommen Schweiz–Deutschland vertraut machen und die Ansässigkeitsbescheinigung rechtzeitig beim deutschen Finanzamt beantragen.

Gehaltsniveau: Was du in der Schweiz verdienen kannst

Die Schweiz gehört zu den Ländern mit den höchsten Durchschnittsgehältern in Europa. Das durchschnittliche Monatsgehalt liegt bei rund 6.538 CHF (Stand 2025). Die hohen Löhne sind vor allem auf die hohe Produktivität und die vergleichsweise niedrigen Lohnnebenkosten zurückzuführen.

Typische Bruttogehälter in gefragten Berufen:

  • Pflegefachperson: 6.200 CHF
  • Elektriker/in: 5.800 CHF
  • IT-Systemadministrator/in: 8.500 CHF
  • Mechatroniker/in: 6.000 CHF

Viele entscheiden sich bewusst dafür, in Deutschland wohnen zu bleiben – denn in Kombination mit dem Schweizer Lohn und den niedrigeren deutschen Lebenshaltungskosten bleibt oft mehr Netto vom Brutto übrig.

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Steuern & Abgaben: Das musst du als Grenzgänger beachten

Als Grenzgänger wirst du in beiden Ländern steuerlich erfasst – aber keine Sorge: Das Doppelbesteuerungsabkommen sorgt dafür, dass du nicht doppelt zahlen musst. Wichtig ist die korrekte Abwicklung:

  • Quellensteuer (4,5 %) wird direkt vom Schweizer Arbeitgeber einbehalten
  • Steuererklärung in Deutschland: Pflicht – inkl. Anrechnung der Schweizer Quellensteuer
  • Ansässigkeitsbescheinigung (GRE-1): Jährlich beim deutschen Finanzamt beantragen und dem Arbeitgeber vorlegen

Achtung: Auch Versicherungsbeiträge und überobligatorische Pensionskassen-Leistungen können in Deutschland steuerpflichtig sein. Deshalb empfehlen wir dir, dich frühzeitig steuerlich beraten zu lassen – vor allem bei höheren Einkommen oder geplanten Auszahlungen aus der Pensionskasse.

Als-Deutscher-in-der-Schweiz-arbeiten

Alltag & Lebenshaltungskosten – wie lebt es sich als Grenzgänger?

Viele Arbeitnehmer entscheiden sich bewusst dafür, in Deutschland zu wohnen und in der Schweiz zu arbeiten – nicht nur wegen des höheren Gehalts, sondern auch wegen der deutlich geringeren Lebenshaltungskosten in Deutschland.

Während Miete, Lebensmittel oder Krankenversicherungen in der Schweiz vergleichsweise teuer sind, kannst du durch das Leben auf der deutschen Seite oft 20–40 % der monatlichen Ausgaben sparen – bei gleichbleibend hohem Einkommen. Diese Kombination macht das Pendeln attraktiv, trotz der täglichen Herausforderungen.

Pendeln zwischen Deutschland und Schweiz – Kosten, Zeit & Tipps

Der tägliche Weg über die Grenze ist für viele Teil des Alltags. Doch er kostet nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Besonders bei längeren Strecken solltest du folgende Punkte einplanen:

  • Fahrtkosten: Treibstoff, Bahnabo oder Leasing – je nach Distanz mehrere Hundert Euro im Monat
  • Zeitaufwand: Pendelzeiten von 60–90 Minuten pro Strecke sind keine Seltenheit
  • Zoll & Grenzkontrollen: Informiere dich über aktuelle Regelungen, besonders bei Waren- und Geldverkehr

Was kostet dich das tägliche Pendeln wirklich?

Mit unserem Rechner kannst du ganz einfach deine monatlichen Pendelkosten berechnen – für Auto oder Bahn. So erkennst du auf einen Blick, welche Option sich für dich als Grenzgänger lohnt.

Pendelkosten-Rechner

Auto oder Bahn? Finde die günstigste Option

Auto
Bahn

Viele Grenzgänger setzen auf die öffentlichen Verkehrsmittel, um Stress und Staus zu vermeiden. Eine gute Planung – inklusive Grenzübergangszeiten und Anschlussverbindungen – ist dabei entscheidend.

Tipp: Informiere dich über Arbeitgeber in der Schweiz, die Homeoffice oder flexible Arbeitszeiten anbieten – das kann deinen Alltag enorm erleichtern.

Lebenshaltungskosten Schweiz vs. Deutschland 2026

Krankenversicherung & soziale Absicherung – was gilt für dich als Grenzgänger?

Wenn du in Deutschland wohnst und in der Schweiz arbeitest, gelten für dich besondere Regeln in Bezug auf Sozial- und Krankenversicherung. Als sogenannter Grenzgänger mit G-Bewilligung bist du grundsätzlich sozialversicherungspflichtig in der Schweiz – mit wenigen Ausnahmen.

Krankenversicherung: Schweiz oder Deutschland?

Als Grenzgänger bist du grundsätzlich verpflichtet, dich in der Schweiz zu versichern. Allerdings hast du ein Optionsrecht und kannst unter bestimmten Voraussetzungen eine gesetzliche Krankenkasse in Deutschland wählen.

  • Versicherung in der Schweiz: Standardfall – freie Wahl der Krankenkasse, Beitragshöhe abhängig vom Anbieter und Selbstbehalt
  • Versicherung in Deutschland: nur mit Optionsantrag innerhalb von 3 Monaten nach Arbeitsbeginn möglich
  • Keine rückwirkende Befreiung: Versäumst du die Frist, wirst du automatisch einer Schweizer Kasse zugewiesen – oft mit Aufpreis

Unfallversicherung (UVG): Automatisch abgesichert

Unabhängig von deiner Krankenkasse bist du in der Schweiz durch den Arbeitgeber gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert. Diese Versicherung deckt Arztkosten, Spitalaufenthalte und Taggeld bei Arbeitsunfähigkeit.

  • Berufsunfälle: Arbeitgeber zahlt die Prämien
  • Nichtberufsunfälle: Prämienanteil wird dir vom Lohn abgezogen

Sozialversicherung: Pflichtbeiträge einkalkulieren

Die Beiträge zur Sozialversicherung – insbesondere AHV, ALV, Pensionskasse und Unfallversicherung – machen einen spürbaren Teil deiner Abzüge aus. Sie beeinflussen direkt dein Nettoeinkommen und damit auch deine Lebenshaltungskosten.

Unser Tipp: Lass dich individuell beraten, ob für dich die Schweizer oder deutsche Krankenversicherung günstiger ist – besonders bei Familien oder Vorerkrankungen.

Sozialversicherung

Pflegeversicherung, Arbeitslosigkeit & Unfall

Als Arbeitnehmer mit Wohnsitz in Deutschland und Job in der Schweiz bist du in mehreren sozialen Bereichen automatisch versichert. Allerdings unterscheidet sich das System teilweise stark vom deutschen.

Unfallversicherung (UVG): Immer automatisch abgesichert

Dein Schweizer Arbeitgeber versichert dich automatisch über die obligatorische Unfallversicherung (UVG). Diese deckt:

  • Berufsunfälle – vollständig vom Arbeitgeber bezahlt
  • Nichtberufsunfälle – Beitrag wird dir vom Lohn abgezogen

Leistungen umfassen ärztliche Behandlung, Spitalaufenthalte, Taggeld, Reha und Invalidenrente bei schweren Fällen.

Pflegeversicherung: Kein Pflichtsystem wie in Deutschland

In der Schweiz gibt es keine eigenständige Pflegepflichtversicherung wie in Deutschland. Stattdessen:

  • Teile der Pflegekosten werden von der Krankenversicherung übernommen
  • Für umfassenden Schutz musst du dich privat absichern (z. B. Langzeitpflege, Pflegeheimkosten)

Tipp: Wenn du dauerhaft in Deutschland wohnst, kann sich eine zusätzliche Pflegeversicherung im Wohnland lohnen – besonders bei familiären Verpflichtungen.

Arbeitslosenversicherung (ALV): Was passiert im Ernstfall?

Als Grenzgänger zahlst du automatisch Beiträge zur Schweizer Arbeitslosenversicherung (ALV). Diese werden direkt vom Lohn abgezogen (1,1 % Arbeitnehmer / 1,1 % Arbeitgeber).

Im Falle einer Arbeitslosigkeit gilt:

  • Du meldest dich in Deutschland arbeitslos
  • Die Leistungen richten sich nach dem Lohnniveau der Schweiz
  • Wichtig: Du musst nachweisen, dass du in den letzten 24 Monaten in der Schweiz gearbeitet hast (mind. 12 Monate Beitragspflicht)

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Voraussetzungen für das Arbeiten in der Schweiz mit Wohnsitz in Deutschland

Bevor du als Grenzgänger in der Schweiz durchstartest, musst du bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Diese hängen von deiner Staatsangehörigkeit, der Dauer deines Aufenthalts und deiner wöchentlichen Rückkehr an den Wohnort in Deutschland ab.

Wer gilt als Grenzgänger?

Als Grenzgänger gelten Personen, die:

  • in einem EU- oder EFTA-Staat (z. B. Deutschland, Frankreich, Österreich) wohnen
  • in der Schweiz unselbstständig arbeiten
  • mindestens einmal pro Woche an ihren Wohnsitz im Ausland zurückkehren

Für EU-/EFTA-Bürger gelten die Regelungen des Personenfreizügigkeitsabkommens, das grundsätzlich einen freien Zugang zum Schweizer Arbeitsmarkt erlaubt. Trotzdem gelten Melde- und Bewilligungspflichten.

Brauche ich immer eine Bewilligung?

  • G-Ausweis: notwendig für Grenzgänger mit Anstellung länger als 3 Monate
  • Keine Bewilligung: bei Tätigkeiten unter 90 Tagen – nur Online-Meldung erforderlich
  • B-Ausweis: erforderlich, wenn du in der Schweiz lebst (nicht Grenzgänger)
  • L-Ausweis: für kurzfristige Aufenthalte mit Arbeitsvertrag bis zu 12 Monaten

Drittstaatsangehörige (z. B. ausserhalb EU/EFTA) benötigen zusätzlich eine formelle Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung – die Hürden sind deutlich höher.

Meldepflichten – Änderungen immer melden

Wenn du als Grenzgänger in der Schweiz arbeitest, musst du Veränderungen deiner Lebens- oder Arbeitssituation den zuständigen Behörden melden – sowohl auf deutscher als auch auf Schweizer Seite.

Dazu zählen:

  • Wechsel des Wohnsitzes
  • Wechsel des Arbeitgebers
  • Namens- oder Zivilstandsänderungen

Die Meldepflichten stellen sicher, dass dein Grenzgängerstatus korrekt dokumentiert ist und du alle gesetzlichen Anforderungen erfüllst.

Anerkennung von Berufsqualifikationen

Die gute Nachricht: Hochschulabschlüsse aus Deutschland – wie Bachelor, Master oder Doktortitel – sind in der Regel automatisch in der Schweiz anerkannt, sofern sie an staatlich anerkannten Universitäten erworben wurden.

Das bedeutet: Du kannst dich mit deinen Qualifikationen problemlos auf Stellen in der Schweiz bewerben. Bei bestimmten reglementierten Berufen (z. B. Pflege, Medizin, Lehramt) kann eine zusätzliche Anerkennung oder Registrierung bei einer Schweizer Fachstelle notwendig sein.

Anerkennung von Berufsqualifikationen Schweiz

Sprachkenntnisse

Sprachkenntnisse sind ein entscheidender Faktor für den Erfolg in der Schweiz. Vor allem Deutsch- und Französischkenntnisse sind auf dem Schweizer Arbeitsmarkt sehr gefragt, da viele Unternehmen mehrsprachig ausgerichtet sind. Gute Sprachkenntnisse erleichtern nicht nur die Kommunikation innerhalb des Unternehmens und mit Kunden, sondern sind oft ausschlaggebend für die Bewerbung.

Es wird empfohlen, regelmässig sowohl Deutsch als auch Französisch zu praktizieren, um die Sprachkenntnisse zu verbessern und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen.

In Deutschland wohnen und in der Schweiz arbeiten

Wohnsituation und Pendleralltag

Die Entscheidung, als Grenzgänger zu arbeiten, bringt auch eine Veränderung der Wohn- und Pendelsituation mit sich. Viele Grenzgänger fahren täglich oder mindestens einmal pro Woche über die Grenze, was zu längeren Arbeitszeiten und einem längeren Weg zur Arbeit führen kann.

Doch trotz der Herausforderungen haben viele Grenzgänger Wege gefunden, ihren Pendelalltag zu gestalten. Viele nutzen das Fahrrad für den Weg zur Arbeit, um Verkehrsbehinderungen zu vermeiden und die Umwelt zu schonen. Andere bevorzugen die effizienten öffentlichen Verkehrsmittel. Egal, für welche Methode du dich entscheidest, eine gute Vorbereitung und Kenntnis der Zollregelungen sind essenziell, um Verzögerungen zu vermeiden und die bestmögliche Möglichkeit für den Arbeitsweg zu wählen.

Wohnen in der Schweiz

Integration und Kulturunterschiede

Der Wechsel zwischen zwei Ländern und Kulturen kann eine Herausforderung darstellen. Die schweizerische und die deutsche Kultur haben viele Gemeinsamkeiten, aber auch einige Unterschiede, die besonders im Arbeitsumfeld deutlich werden können.

Doch trotz aller Unterschiede kann die Arbeit in der Schweiz eine bereichernde Erfahrung sein, die neue Perspektiven eröffnet und persönliches Wachstum ermöglicht. Interkulturelle Intelligenz und Offenheit sind entscheidend, um Beziehungen aufzubauen und kulturelle Unterschiede zu überbrücken.

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Rechtliche Rahmenbedingungen und Zukunftsperspektiven

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Grenzgänger, die als Arbeitnehmer tätig sind, sind dynamisch und verändern sich mit der Zeit. Neue Abkommen und Regelungen zwischen Staaten ermöglichen es zum Beispiel, dass Grenzgänger, auch Ausländer und Ausländerinnen sowie Staatsangehörige anderer Länder, bis zu 50% ihrer Arbeitszeit im Wohnstaat per Telearbeit leisten können und dennoch in der Schweiz sozialversichert bleiben. Dabei spielen die Arbeitsbedingungen eine wichtige Rolle.

Darüber hinaus gibt es Pläne, die europäischen Koordinierungsregeln langfristig zu verändern, um die Telearbeit von Grenzgängern und die damit verbundenen Sozialversicherungen besser zu berücksichtigen. Allerdings kann dies auch zu einer komplizierteren Lohnsteuerberechnung führen.

Trotz der Komplexität dieser Aspekte ist das Grenzgänger-Dasein eine spannende und bereichernde Lebensweise, die viele Vorteile bietet.

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Fazit

Das Leben als Grenzgänger bietet eine Vielzahl von Vorteilen, von hohen Löhnen über eine hohe Lebensqualität bis hin zu spannenden kulturellen Erfahrungen. Trotz der Herausforderungen des Pendelns, der Auseinandersetzung mit Steuern und Versicherungen und der Anpassung an kulturelle Unterschiede kann das Grenzgänger-Dasein eine bereichernde Erfahrung sein. Mit der richtigen Vorbereitung und Unterstützung kannst du die Vorteile des Lebens und Arbeitens in zwei Ländern optimal nutzen.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Was ist die Grenzgängerbewilligung G?

Die Grenzgängerbewilligung G ist eine spezielle Aufenthaltsbewilligung für Personen, die in Deutschland wohnen, aber in der Schweiz arbeiten. Sie ist für EU-/EFTA-Staatsbürger erforderlich, wenn sie mindestens einmal pro Woche an ihren Wohnort zurückkehren. Die G-Bewilligung muss in der Regel vom Arbeitgeber beim zuständigen Kanton beantragt werden.

Du zahlst in der Regel eine Quellensteuer in der Schweiz, musst aber auch eine Steuererklärung in Deutschland abgeben. Um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden, benötigst du eine Ansässigkeitsbescheinigung, die du beim deutschen Finanzamt einreichst und deinem Schweizer Arbeitgeber vorlegst.

Grenzgänger können das sogenannte Optionsrecht nutzen: Innerhalb von drei Monaten nach Arbeitsbeginn in der Schweiz kannst du wählen, ob du in der Schweiz krankenversichert sein möchtest oder in Deutschland (z. B. über die gesetzliche Krankenkasse). Ohne aktiven Antrag gilt automatisch die Schweizer Versicherungspflicht. Mehr dazu: Grenzgänger Krankenversicherung Schweiz

Du bist in der Schweiz automatisch bei der AHV (staatliche Rente) und der Pensionskasse (berufliche Vorsorge) versichert. Die angesparten Beträge können später auch als Kapital bezogen oder in Rentenform ausgezahlt werden. Die Leistungen können teilweise in Deutschland versteuert werden – abhängig vom Rentenmodell.

Wenn du als Grenzgänger in der Schweiz arbeitest, erhältst du in der Regel Familienzulagen aus der Schweiz. Das deutsche Kindergeld wird dann ggf. anteilig verrechnet oder reduziert. Massgeblich ist, in welchem Land dein Lebensmittelpunkt liegt.

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